https://agrarbericht.bayern.de/landwirtschaft/agrarimport.html

Agrarimport

Der Agrarimport erhöhte sich 2021 insgesamt um 7,2 % und stieg beim Wert für Nahrungsmittel pflanzlichen Ursprungs um +10,0 % gefolgt von Nahrungsmittel tierischen Ursprungs um +4,9 % sowie lebenden Tieren um 2,5 %. Bei Genussmitteln war die Entwicklung negativ (–1,3 %). Der Anteil des Agrarimportes an der Gesamteinfuhr Bayerns betrug 5,4 %. Der Importanteil an Agrar- und Ernährungsgütern aus der EU-27 machte im selben Jahr knapp 83 % bzw. 9,39 Mrd. € aus.

Agrareinfuhr Bayerns nach Warengruppen (in Tsd. €)

Warengruppe201920202021 (vorl.)Veränderung 2021 gegenüber 2020Veränderung 2021 gegenüber 2020 (%)
Lebende Tiere60.00677.54279.4761.9342,5
Nahrungsmittel tierischen Ursprungs3.113.7333.101.1393.254.613153.4744,9
Nahrungsmittel pflanzlichen Ursprungs5.859.8896.159.2046.777.538618.33410,0
Genussmittel1.175.9681.241.9491.225.675–16.274–1,3
Ernährungswirtschaft insgesamt10.209.59610.579.83411.337.302757.4687,2
dar. EU-28, ab 2020 EU-278.641.9378.815.3899.391.179575.7906,5
      MOE-Länder178.012154.258193.12738.86925,2
      Übrige Länder1.389.6471.610.1871.752.996142.8098,9

Quelle: LfStat

Bayerische Agrar- und Ernährungseinfuhr nach Ländern

Ein Sechstel aller Agrarimporte (1,77 Mrd. €) stammt aus Österreich (16,8 %). Italien mit 15,1 % und die Niederlande mit 13,5 % sind die nächstwichtigsten Importländer. Von den später hinzugekommenen EU-Mitgliedstaaten haben Polen und die Tschechische Republik beim Import nach Bayern die größte Bedeutung. Als Nicht-EU-Land erzielte die Türkei mit rd. 234 Mio. € den höchsten Einfuhrwert und liegt damit noch vor der Schweiz, dem Vereinigten Königreich und den USA.

Knapp 68 % der gesamten Agrareinfuhr kommt aus den zehn Hauptlieferländern. Der höchste Einfuhrüberschuss besteht im Agrarhandel mit den Niederlanden (609 Mio. €), gefolgt von Österreich (523 Mio. €), Polen (394 Mio. €) und der Tschechischen Republik (198 Mio. €).

 

Bayerische Agrar- und Ernährungseinfuhr nach ausgewählten Ländern (Einfuhr in Mio. €)

Lieferland198019902000201020152020
Güter der Agrar- und Ernährungswirtschaft insgesamt 1.887,5 3.001,8 4.366,0 7.095,6 9.063,9 10.579,8
Österreich 48,9 83,9 399,8 1.089,6 1.441,2 1.773,7
Italien 416,7 697,1 959,8 1.306,9 1.554,2 1.598,1
Niederlande 374,1 610,7 597,4 1.019,3 1.287,0 1.432,0
Frankreich 196,2 343,0 551,9 686,8 787,5 672,2
Spanien 55,0 88,1 192,7 406,3 486,7 460,1
Belgien/Luxemburg 50,0 101,8 203,3 291,0 390,1 422,3
Türkei 19,9 46,6 52,6 123,2 249,0 234,3
Schweiz 29,0 44,7 72,2 128,4 190,3 231,5
Griechenland 93,5 210,9 132,5 151,2 124,8 209,1
Vereinigtes Königreich 31,6 53,8 104,2 104,8 137,0 145,4
USA 87,5 81,1 79,2 78,5 104,7 125,2
Dänemark 26,6 58,4 131,4 96,7 109,1 112,5
Irland 3,7 7,0 103,4 106,7 68,8 88,4
Brasilien 18,3 32,0 47,5 76,1 68,5 67,8
Portugal 3,8 2,5 19,9 15,9 17,6 32,8
Schweden 2,2 2,1 6,1 18,3 23,3 15,3
Finnland 1,2 0,3 1,9 2,9 4,4 4,0

Quelle: LfStat

Bayerische Agrar- und Ernährungseinfuhr nach Hauptlieferländern
2020: 10,58 Mrd. €, in Prozent – Schaubild 27 in höherer Auflösung

 

Bayerische Agrar- und Ernährungseinfuhr nach Warengruppen

Die bedeutendsten bayerischen Agrareinfuhrerzeugnisse 2020 waren Käse, Frischobst und Südfrüchte, sonstige pflanzliche Nahrungsmittel, Milch, Fleisch und Fleischwaren sowie Gemüse. Die genannten Warenuntergruppen erreichten einen Anteil von über der Hälfte der gesamten Agrareinfuhr.

Bayerische Agrar- und Ernährungseinfuhr nach wichtigen Agrarerzeugnissen
2020: 10,58 Mrd. €, in Prozent – Schaubild 28 in höherer Auflösung