Sprungmarken:

http://www.agrarbericht-2014.bayern.de/politik-strategien/gesamtwirtschaftliche-entwicklung.html

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Konjunkturelle Lage in der Bundesrepublik und in Bayern

Bayerns Wirtschaft hat sich in der zurückliegenden Wirtschaftskrise als robust erwiesen und diese schwierige Phase bundesweit am schnellsten und besten überwunden. Entsprechend übertraf der Freistaat Bayern mit einem Wachstumsplus von 6 Prozent im Zeitraum 2008 bis 2012 die anderen Bundesländer klar.

Nach hohen Wachstumsraten in den Jahren 2010 und 2011 von jeweils 4,6 Prozent ist der Anstieg der Wirtschaftsleistung im Jahr 2012 in Bayern wie im Bund mit 0,7 Prozent deutlich niedriger ausgefallen. Dies war vor allem auf die anhaltende Euro-Schuldenkrise und eine schwache Weltkonjunktur zurückzuführen, die im Winterhalbjahr 2012/2013 zu einer erneuten Wachstumsschwäche geführt haben.

Im ersten Halbjahr 2013 war das Bruttoinlandsprodukt in Bayern im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei nach wie vor gebremster Konjunktur immerhin konstant. Im bundesdeutschen Vergleich hat sich der Freistaat damit in dieser Wachstumsflaute einmal mehr als Stabilitätsanker erwiesen: Mit Ausnahme von Hessen verzeichneten in der ersten Jahreshälfte 2013 alle anderen deutschen Flächenstaaten eine rückläufige Wirtschaftsleistung. Nach der leichten Belebung im zweiten Halbjahr wird für das Gesamtjahr 2013 mit einem geringen Anstieg der Wirtschaftsleistung von ca. 0,5 Prozent in Bayern gerechnet.

Derzeit zeichnet sich ab, dass die Belebung zum Jahresende 2013 in einen stärkeren Aufschwung mündet. Die Prognosen für das Jahr 2014 lassen auf eine dynamische konjunkturelle Entwicklung schließen. Lage- und Erwartungseinschätzung in den deutschen und bayerischen Unternehmen sind so gut wie seit langem nicht mehr. Für das Jahr 2014 kann in Bayern mit einem Wachstum von ca. 2 Prozent gerechnet werden. Dabei besteht berechtigte Hoffnung, dass das gute konjunkturelle Umfeld auch den Arbeitsmarkt positiv beeinflusst und die ohnehin sehr gute Beschäftigungssituation im Freistaat sich weiter verbessert.

Trotz verhaltener Konjunkturlage in den vergangenen beiden Jahren hielt die positive Entwicklung auf dem bayerischen Arbeitsmarkt an. Mit Arbeitslosenquoten von 3,7 Prozent in 2012 und 3,8 Prozent in 2013 hat Bayern seine Spitzenposition unter den deutschen Ländern klar verteidigt und liegt deutlich unter dem jeweiligen Bundesdurchschnitt von 6,8 Prozent im Jahr 2012 und 6,9 Prozent im Jahr 2013.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten hat in den vergangenen beiden Jahren neue Höchststände erreicht. Im Herbst 2013 wurde zum ersten Mal seit Aufzeichnung der Daten in Bayern die 5-Millionen-Marke überschritten.

Wie sehr das Jahr 2014 das Potenzial für eine solide Wachstumsdynamik hat, zeigen nicht nur die optimistischen Umfrageergebnisse unter den deutschen und bayerischen Unternehmen und Finanzexperten. Binnenwirtschaftliche wie außenwirtschaftliche Indikatoren flankieren die positive Stimmung in der Wirtschaft. So sind Kauffreude und Einkommenserwartungen laut GfK-Konsumklimaindex derzeit so gut wie seit 13 Jahren nicht mehr. Auch die Chancen auf einen neuen bayerischen Außenhandelsrekord im Jahr 2013 und weitere Impulse vom Export 2014 stehen auf Basis des aktuellen Datenmaterials gut.